Definition Fach- und Führungskraft

Der Qualifikationsrahmen für den Erwerb von technischer Handlungskompetenz bei Fach- und Führungskräften definiert die Begriffe Fach- und Führungskraft.

Fachkraft

Eine "Fachkraft" gemäß Normen und Regeln wird wie folgt definiert.

Fachkraft ist, wer aufgrund seiner fachlichen Ausbildung Kenntnisse und Erfahrungen sowie Kenntnisse der einschlägigen Normen die ihr übertragenen Arbeiten beurteilen und mögliche Gefahren erkennen kann.

Technische Führungskraft

Bei der "Technischen Führungskraft" handelt es sich immer um eine bestellte bzw. benannte Person im Unternehmen.

Technische Führungskraft ist eine Fachkraft, die Fach- und Aufsichtsverantwortung übernimmt und vom Unternehmer dafür beauftragt ist.

"Fachkraft" kann sich ohne Einschränkung derjenige nennen, der einen der nachfolgend aufgeführten Berufsbildungs- oder Studienabschlüsse in dem Fachgebiet nachweist:

  • Geselle/Facharbeiter
  • Techniker
  • Industriemeister
  • Handwerksmeister
  • Diplomingenieur, Bachelor oder Master

Weitere Begriffe

In den Normen und Regeln des Energie- und Wasserfaches kommen auch die Begriffe "Sachkundiger" und "Sachverständiger" zur Anwendung. Diese Begriffe werden immer auf bestimmte Normen und Regeln bezogen. Die Betriebssicherheitsverordnung kennt zudem den Begriff "Befähigte Person".

Sachkundiger

Ein „Sachkundiger“ ist z. B. nach DVGW Arbeitsblatt G 495 (Gasanlagen-Instandhaltung) eine Person, die aufgrund ihrer Ausbildung und Erfahrung ausreichende Fachkenntnisse hat und mit den einschlägigen Vorschriften, Richtlinien und Regeln der Technik soweit vertraut ist, dass sie den betriebssicheren Zustand der Anlagen beurteilen kann. Sie muss vom Unternehmer unter Angabe des Aufgabengebietes schriftlich benannt werden. Sind die genannten Voraussetzungen erfüllt, kann eine Fachkraft ab Niveaustufe B 2 zum Sachkundigen bestellt werden. 

Sachverständiger

Der „Sachverständige“ ist eine unabhängige, behördlich anerkannte oder von einem Berufsverband zertifizierte Person, die auf bestimmten Gebieten über besondere Sachkunde sowie Erfahrung verfügt. Er kann allgemeingültige und spezielle Aussagen über einen Sachverhalt in seinem Fachgebiet treffen. Er besitzt die Fähigkeit, die Beurteilung dieses Sachverhaltes nachvollziehbar darzustellen. Der Sachverständige ist i. d. R. Fachkraft ab Niveaustufe D 1. 

Befähigte Person

Die Betriebssicherheitsverordnung hat den Begriff „Befähigte Person“ eingeführt. Dies ist, wer durch die  Berufsausbildung, die Berufserfahrung und eine zeitnahe berufliche Tätigkeit über die erforderlichen Fachkenntnisse zur Prüfung von Arbeitsmitteln verfügt. 

Wie werde ich befähigte Person, Fachkraft, Führungskraft?

Weitere Hinweise zu diesen Begriffen liefert der folgende Auszug aus "Berufskarriere in der Versorgungstechnik" 

Quelle: DIHK, DVGW, VDE, BG ETEM, GMQ / GMQ, DVGW, VDE.