Ingenieur/in für Wasser- und Umwelttechnik

Studienabschluss Master

Technische Erläuterungen in einem Wasserwerk

Technische Erläuterungen in einem Wasserwerk

Die Ingenieurinnen und Ingenieure für Wasser- und Umwelttechnik werden durch den Master-Studiengang Wasser und Umwelt dazu ausgebildet, die Nutzung des Wassers unter Berücksichtigung nationaler und internationaler Vorgaben zu planen. Sie erfüllen damit den Anspruch, die Wasserwirtschaft und den Umweltschutz in Ingenieurprojekten integrativ zu behandeln. Wasser- und Umweltingenieure sind mit dem Masterstudium als besonders qualifizierte Experten in der Lage, Lösungen für komplexe Aufgabenstellungen zu entwickeln.  

Die Fortbildung zum Wasser- und Umweltingenieur baut auf bereits absolvierten Ingenieurstudiengängen wie Bauingenieur oder Versorgungsingenieur auf und befähigt die Absolventen, die ihnen gestellten Aufgaben interdisziplinär miteinander zu verbinden.

 

Alle Informationen auf einen Blick

Ihr Ansprechpartner

Ursula Hoffmann; (c) DVGW, Tatiana Kurda

Dipl.-Ing. Ursula Hoffmann
Tel.: 06131 62769-14

Berufsbild

Die Ingenieurinnen und Ingenieure für Wasser– und Umwelttechnik sind in Versorgungsunternehmen auf Führungspositionen mit fachlicher Verantwortung für Entwicklung, Planung, Bau und Betrieb von wasserwirtschaftlichen Anlagen zuständig. Sie können entweder in einem zentralen Fachbereich oder einem Betriebsbereich eingesetzt werden.
Im zentralen Fachbereich haben sie mit Richtlinienkompetenz ingenieurspezifische Lösungen zu erarbeiten, zu begutachten und diese auf den betrieblichen Bereich des Unternehmens zu übertragen.
Ingenieure für Wasser- und Umwelttechnik haben bei einer Tätigkeit im Betriebsbereich zentrale Verantwortung für die Realisierung der unterschiedlichen technischen und wirtschaftlichen Aufgaben unter Einhaltung der wasserrechtlichen Vorschriften, Normen und Regeln. 
Darüber hinaus sind sie zuständig für die technische Sicherheit, die Aufbau- und Ablauforganisation, den Personaleinsatz und das wirtschaftliche Ergebnis. 

Studium

Allgemeines

Das Master-Studium baut auf dem Bachelor auf und kann direkt an den Bachelor-Abschluss angeschlossen werden. Alternativ kann nach einer ersten Phase der Berufspraxis als Bachelor auch ein weiterbildendes Master-Studium aufgenommen werden. 

Es kann anwendungs- oder forschungsorientiert ausgerichtet sein. Das Master-Studium bietet entweder eine Vertiefung der Kompetenzen, wenn es auf Inhalten des Bachelor-Studiums aufbaut (konsekutiv), oder eine Erweiterung, wenn es die Nachbarwissenschaften mit einbezieht (nicht konsekutiv). 

Bei der weiterführenden Berufsbefähigung durch das Master-Studium findet ein Kompetenzausbau statt, der die Entwicklung zu einer Fach- oder Führungskarriere einleitet. Die Fach– und Führungskräfte werden dadurch in die Lage versetzt, entweder als Experte für spezielle Aufgaben oder als Führungskraft mit fachübergreifenden Kompetenzen zu wirken. 

Zulassungsvoraussetzung

Für das konsekutive Masterstudium wird zugelassen, wer einen Bachelor- oder Diplom-Abschluss bzw. einen Magister-Abschluss mit einer guten oder einer sehr guten Leistung in den Fachrichtungen Wasserwirtschaft, Bauwesen oder stark ähnelnden Studiengängen nachweisen kann. 

Für das weiterbildende, berufsbegleitende Masterstudium wird zugelassen, wer den Bachelorgrad, Master- oder Diplomgrad in ingenieur- oder naturwissenschaftlichen Fachgebieten sowie berufspraktische Erfahrung von mindestens einem Jahr nachweisen kann. 

Struktur des Studiums

Die Lehrveranstaltungsmodule bestehen in der Regel aus Pflicht- und Wahlpflichtmodulen. Pflichtmodule sind obligatorisch zu belegende Lehreinheiten. Innerhalb der Wahlpflichtmodule kann eine Auswahl aus mehreren Lehreinheiten getroffen werden.

Bei dem berufsbegleitenden, weiterbildenden Masterstudiengang erhalten die Teilnehmenden in regelmäßigen Abständen didaktisch aufbereitete Studienmaterialien, die als Print- und in multimedialer Version zur Verfügung gestellt werden. Das Studium wird intensiv betreut über die Medien Telefon, E-Mail und Internetportal. Das Projekt in der Praxisphase dauert ein Jahr und wird in einem Betrieb oder an der Hochschule durchgeführt. Gegen Ende des Studiums ist die Masterarbeit anzufertigen. 

Inhaltliche Ausrichtung

Die weiterführenden Masterstudiengänge unterscheiden sich im Typ: Der Masterstudiengang einer Fachhochschule ist ein konsekutiver Präsenzstudiengang, der dem Profiltyp „stärker anwendungsorientiert“ zugeordnet wird. Er schließt unmittelbar an den Bachelorstudiengang an.

Der Masterstudiengang einer Universität ist ein berufsbegleitendes Fernstudium mit Präsenzphasen, das wissenschaftlich ausgerichtet ist. Es setzt nach einem qualifizierten Hochschulabschluss eine fundierte berufspraktische Erfahrung von mindestens einem Jahr voraus.  

Studieninhalte

Beispiel 1
Konsekutiver Masterstudiengang Wasserwirtschaft an einer Fachhochschule
  • Wasser- und Abwassernetzmodelle
  • Biotechnologie und technische Mikrobiologie
  • Wasserbau und Hochwasserschutz
  • Wasserversorgung
  • Abwassertechnik
  • Simulation von Reinigungsanlagen
  • Kreislaufwirtschaft und Reststoffbehandlung
  • Hydrologie und Ressourcenbewirtschaftung
  • Industriewasserwirtschaft  

Beispiel 2
Berufsbegleitender, weiterbildender Masterstudiengang Wasser und Umwelt an einer Universität
  • Gewässerökologie
  • Wasserwirtschaft
  • Ökologische Bewertung von Gewässern
  • Naturprozesse und ihre Modellierung
  • Planung und Genehmigung
  • Wassergefährdende Stoffe
  • Wasserversorgung
  • Industrieabwasser
  • Naturnahes und ressourcenschonendes Abwassermanagement 

Studienorte

Eine erste Übersicht über mögliche Studienorte bieten Ihnen unsere weiterführenden Informationen zu den Studiengängen Gas und Wasser.

In unsere Reihe "Bildungswelten im Gas- und Wasserfach" berichten Lehrende und Studierende von ihren Studienorten und -gängen.

Prüfung

Abschluss

Master of Engineering (M. Eng.) mit der Berufsbezeichnung Ingenieur für Wasserwirtschaft oder Master of Science (M. Sc.) mit der Berufsbezeichnung Ingenieur für Wasser– und Umwelttechnik.

Quelle: GMQ, DVGW, VDE.