Der DVGW

Das Kompetenznetzwerk im Gas- und Wasserfach

Der DVGW fördert das Gas- und Wasserfach in allen technisch-wissenschaftlichen Belangen. In seiner Arbeit konzentriert sich der Verein insbesondere auf die Themen Sicherheit, Hygiene, Umwelt- und Verbraucherschutz. Mit der Entwicklung seiner technischen Regeln ermöglicht der DVGW die technische Selbstverwaltung der Gas- und Wasserwirtschaft in Deutschland. Hierdurch gewährleistet er eine sichere Gas- und Wasserversorgung nach international höchsten Standards. Der im Jahr 1859 gegründete Verein hat rund 14.000 Mitglieder. Hierbei agiert der DVGW wirtschaftlich unabhängig und politisch neutral

www.dvgw.de

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Forschungsseminare

Weiterentwicklung des Gas- und Wasserfaches: Aus der Forschung in die Praxis

DVGW-Forschung zur Verbesserung technischer Standards, Steigerung der Qualität und Sicherheit in der Gas- und Wasserversorgung

Gemeinsam mit den DVGW-Forschungsinstituten und externen Partnern fördert der DVGW seit Jahren die praxisorientierte Weiterentwicklung des Gas- und Wasserfachs. Ziel ist es, neue Erkenntnisse zu erlangen, um durch innovative Konzepte Zukunftsperspektiven aus der Forschung in die Praxis zu transferieren und damit Klimaschutzziele einhalten zu können. Dabei spielen neben der Ressourcenschonung und -gewinnung auch die Verbesserung technischer Standards, die wachsenden Qualitätsansprüche und die Sicherheit in der Gas- und Wasserversorgung eine große Rolle. In zahlreichen Forschungs- und Pilotprojekten sind daher regelwerksnahe sowie sicherheitsbezogene Themen feste Bestandteile der Prozessabläufe. Im Rahmen von DVGW-Forschungsseminaren zu Gas- und Wasserforschungsthemen werden neu gewonnene Erkenntnisse und ihre Relevanz für die Anwendung in der Praxis vorgestellt. Damit leistet der DVGW als Innovations- und Impulsgeber einen starken Beitrag zur vorausschauenden und zukunftsorientierten Entwicklung des Gas- und Wasserfaches.
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2 Veranstaltungsthemen:

Halogenierte Desinfektionsnebenprodukte im Trinkwasser - Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt haDes

Welche halogenierten Desinfektionsnebenprodukte (DNPs) entstehen bei der Trinkwasseraufbereitung – und welche gesundheitliche Relevanz können diese Substanzen haben? Das Forschungsprojekt haDes hat sich genau mit dieser Fragestellung befasst und Untersuchungen dazu an zehn deutschen Wasserwerken durchgeführt.Mit einer Kombination aus modernen chromatographischen Methoden (IC-, LC-, und GC-) gekoppelt mit hochauflösender Massenspektrometrie (HRMS), wurden Roh- und Trinkwasserproben umfassend analysiert. Target-Analytik, Suspected-Target- und Non-Target-Screening ermöglichten dabei die Untersuchung eines breiten Spektrums bekannter sowie regulierter, aber auch bislang wenig betrachteter, DNPs. Die toxikologische Bewertung erfolgte mittels wirkungsbezogener Analytik (WBA) mit dem Endpunkt Genotoxizität, sowohl für Einzelsubstanzen als auch für Realproben.In den gechlorten Proben wurden vereinzelt verschiedene DNPs nachgewiesen. Die erfassten Positivbefunde lagen dabei überwiegend nahe den Bestimmungsgrenzen und deutlich unter 1 µg/L. Der Grenzwert für die Summe der fünf Halogenessigsäuren von 60 µg/L sowie der Bromat-Grenzwert von 10 µg/L wurden in allen Proben sicher eingehalten. Genotoxische Effekte konnten in den untersuchten Realproben nicht nachgewiesen werden. Das sulfonierte DNP DCMSA wurde in 90 % der gechlorten Proben nachgewiesen, und dessen Konzentration stieg mit zunehmender Chlordosis an. Die bromierte Verbindung DBMSA trat besonders häufig in gechlortem Trinkwasser auf.Erfahren Sie mehr darüber, welche DNPs bei der Chlorung entstehen, welche Faktoren ihre Bildung beeinflussen und welche Bedeutung die Ergebnisse für die Trinkwasseraufbereitung und die zukünftige Forschung haben.