Regelung für nachweispflichtige Weiterbildungsmaßnahmen (ablaufende Qualifikationen)

Aufgrund der aktuellen Situation haben der DVGW und der Rohrleitungsbauverband (rbv) in der beruflichen Fort- und Weiterbildung die verpflichtenden Verlängerungen für Schulungsmaßnahmen nach DVGW-Regelwerk bis auf weiteres eingeschränkt. Die bei unseren Partner-Kursstätten stattfindenden Praxislehrgänge und Prüfungen können unter strengen Hygiene-Regeln stattfinden. Dies bedingt eine stark verringerte Teilnehmerzahl bei den an den Kursstätten stattfindenden Lehrgängen und ein hohes Maß an Rücksichtnahme aller Beteiligter. Für nachweispflichtige Weiterbildungsmaßnahmen (ablaufende Qualifikationen) gilt ab sofort folgende Regelung:

1. Für die Wiedererreichung abgelaufener Gültigkeiten zum 31.07.21 haben sich der DVGW und der Rohrleitungsbauverband (rbv) gemeinsam auf eine Übergangsfrist bis zum 31.12.2021 verständigt. 

Betroffene Unternehmen müssen ab dem 01.08.2021 den Nachweis über eine Anmeldung der jeweiligen Fachkräfte zu entsprechenden Schulungsterminen innerhalb der Übergangsfrist erbringen. Dies soll vor dem Hintergrund der Post-Lockdown-Bauaktivitäten von Versorgungs- und Leitungsbauunternehmen Engpässe in der Ausführung weitestgehend verhindern. 

2. Digitale Prüfausweise werden automatisch verlängert.

3. Personen, die keinen digitalen Prüfausweis haben, drucken bitte das offizielle Schreiben „Informations-Schreiben - Fristverlängerung DVGW-Fort- und Weiterbildung“ vom 24.08.2021 aus und tragen es bei sich: Informations-Schreiben als PDF zum Download.

Die für diese Regelung betroffenen Schulungen und Lehrgänge finden Sie hier: Veranstaltungsübersicht mit Qualifikation.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Birgit Sinzig.

+++ Bitte beachten - abweichende Regelung zu TRGS 519 +++

Aufgrund der Ausfälle des „Fortbildungslehrgangs zum Erhalt der Sachkunde für ASI-Arbeiten an Asbestzementprodukten gem. TRGS 519 (62208)“ können Sachkundenachweise gem. TRGS 519 (Asbest) derzeit u.U. nicht fristgerecht verlängert werden. Als Lehrgangsträger sind wir nach Gefahrstoffverordnung nicht frei in der Entscheidung der Verlängerung des Ablaufdatums. Die regional zuständigen Behörden reagieren jedoch bereits und ermöglichen Fristverlängerungen auf unterschiedliche Weise.

  • Wie lange Sachkundenachweise gemäß TRGS 519 Anlage 3 und 4, die seit dem 1. März 2020 ablaufen, übergangsweise weiter gelten, entscheidet die jeweilige Behörde, die in der Region des Firmensitzes des Sachkundigen zuständig ist. Zwar wird eine bundeseinheitliche Regelung angestrebt, jedoch ist dies derzeit nicht umgesetzt.
  • Der Interessent kann die für Ihn geltende Regelung bei seiner Behörde (i.d.R. Gewerbeaufsicht) erfragen.
  • Die Sachkundigen sind in Abhängigkeit der Entwicklung aufgefordert, den Fortbildungslehrgang baldmöglichst nachzuholen.