Zielsetzung
Die Ablagerung von Elementarschwefel auf Einrichtungen zur Druckreduktion ist eine Herausforderung für den Untergrundgasspeicher- und den Transportnetz-Betrieb und aktuell ein offenbar zunehmendes Problem. Elementarschwefel wird im Erdgas in gelöster Form transportiert wird. Bei der Druckreduktion und damit einhergehender Abkühlung findet ein Übergang von der Gasphase in die Festphase durch Desublimation statt. Der feste Elementarschwefel scheidet sich dann auf den Oberflächen der Druckregeleinrichtungen ab und führt dort zu Einschränkungen der Funktionsfähigkeit. Über weitere Einflussgrößen, wie H2S und Sauerstoffgehalt, auf die Elementarschwefelbildung gibt es keine gesicherten Erkenntnisse. Im Betrieb von Erdgas-Förder- oder Speicheranlagen, kann die Bildung von Elementarschwefel aus H2S und Sauerstoff ganz klar abgeleitet werden. Wie relevant dieser Mechanismus unter den Bedingungen des Transportnetzes ist, konnte bislang nicht eindeutig geklärt werden. Die Minimierung von H2S und Sauerstoff im Erdgasnetz wird empfohlen, ein konkreter Schwellenwert wird aber nicht genannt, dessen Unterschreitung das Problem maßgeblich reduzieren könnte.
Im Rahmen des Seminars werden die Erkenntnisse des abgeschlossenen DVGW Forschungsvorhabens G 202524 zur Abscheidung von Elementarschwefel in der Erdgasinfrastruktur vorgestellt.
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