Vertiefungskurs Desinfektion von Trinkwasser im Wasserwerk und im Versorgungsnetz

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Zielsetzung Trinkwasser darf keine Krankheitserreger in Konzentrationen enthalten, die eine Schädigung der men schlichen Gesundheit besorgen lassen (§ 5 Abs. 1 TrinkwV 2001). Es soll darüber hinaus arm an unspezifi schen Mikroorganismen sein (DVGW W 290, DIN 2000). Grundvoraussetzungen, damit diese Anforderungen eingehalten werden können, sind konsequenter Rohwasserschutz, sichere Wasseraufbereitung und ordnungsgemäßer Bau und Betrieb der Verteilungsanlagen. Im Rahmen der Wasseraufbereitung ist die Desin fektion neben der Filtration die entscheidende Maßnahme, um eine mikrobiologisch einwandfreie Trinkwasserbeschaffenheit am Wasserwerksausgang zu gewährleisten (siehe auch § 5 Abs. 4 Satz 1 TrinkwV 2001). Unter Umständen muss dafür gesorgt werden, dass auch im Verteilungsnetz noch eine Desinfektionskapazität im Wasser aufrechterhalten wird (siehe § 5 Abs. 4 Satz 2 TrinkwV 2001); ggf. können hierzu spezielle Desinfektionsmaßnahmen im Netz erforderlich sein. Für die Desinfektion von Trinkwasser sind die grundlegenden Anforderungen im DVGW-Arbeitsblatt W 290 festgelegt. Davon zu unterscheiden ist die Desinfektion von Versorgungsanlagen, beispielsweise vor Inbetriebnahme und nach Baumaßnahmen. Hierfür gelten spezielle Anforderungen, die im DVGW-Arbeitsblatt W 291 beschrieben sind. Die Veranstaltung befasst sich sowohl mit der Desinfektion des Trinkwassers im Wasserwerk und im Verteilungssystem als auch mit der Desinfektion von Versorgungsanlagen; die beiden Arbeitsblätter W 290 und W 291 sind Bestandteil der Tagungsunterlagen. Außerdem werden die wichtigsten Voraussetzungen für einen desinfektionsmittelfreien Netzbetrieb erörtert.

Inhalt · Mikrobiologisch-hygienische Beurteilung · Desinfektion im Wasserwerk und im Versorgungssystem · Desinfektion von Trinkwasseranlagen · Netzbetrieb ohne Desinfektion

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