Ingenieur/in für Versorgungstechnik

Studienabschluss Bachelor

Demonstration der technischen Prozesse

Demonstration der technischen Prozesse

Ingenieurinnen und Ingenieure der Versorgungstechnik planen, bauen und betreiben Anlagen, die der Versorgung von Wohngebäuden, Betrieben oder Stadtvierteln dienen. Dabei entwickeln sie wirtschaftliche und umweltfreundliche Lösungen für die Bereitstellung von Energie und Wasser.

Das grundständige Studium der Versorgungstechnik führt zu einem ersten Hochschulabschluss. Dabei handelt es sich um einen ingenieurtechnischen Studiengang mit dem Abschluss Bachelor of Engineering, der zum Tragen der geschützten Berufsbezeichnung Ingenieur berechtigt.   

Informationen zum Studium

Ihr Ansprechpartner

Ursula Hoffmann; (c) DVGW, Tatiana Kurda

Dipl.-Ing. Ursula Hoffmann
Tel.: 06131 62769-14

Berufsbild

Ingenieure für Versorgungstechnik sind bei Versorgungsbetrieben für Gas, Wasser, Strom und Fernwärme sowie bei den Herstellern versorgungstechnischer Anlagen und Systeme beschäftigt. Darüber hinaus arbeiten sie auch bei Unternehmensberatern und Wohnungsbaugesellschaften. Auch in der Forschung können sie tätig sein.
Sie arbeiten ebenso im Bereich der Sanitär- und Heizungstechnik, der Stromversorgungs-, Lüftungs- und Klimatechnik sowie der Bäder- und Krankenhaustechnik, in Ingenieurbüros der technischen Fachplanung und bei den Betreibern von größeren Gebäudekomplexen der privaten und öffentlichen Immobilienwirtschaft.
Bei der Bauleitung und bei der Inbetriebnahme übernehmen die Ingenieurinnen und Ingenieure wichtige Aufgaben. Die Betriebsüberwachung komplexer versorgungstechnischer Anlagen gehört ebenfalls zu ihrem Arbeitsbereich. Auch im Kundendienst, in der Kundenberatung und im Vertrieb von versorgungstechnischen Ausrüstungen können sie tätig sein.
Ein weiteres Aufgabengebiet ist die Mitwirkung bei Untersuchungen und Forschungen auf dem Gebiet der Versorgungstechnik. 

Studium

Zulassungsvoraussetzung

Allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife bzw. gleichwertiger Abschluss. Je nach Hochschule werden unterschiedlich umfangreiche technische Vorpraktika gefordert. 

Inhaltliche Ausrichtung

Die inhaltliche Ausrichtung bzw. Schwerpunktsetzung der Studiengänge im Bereich Versorgungstechnik ist von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich. Schwerpunkte an einschlägigen Hochschulen sind beispielsweise Energie- und Gebäudetechnik, Ver- und Entsorgungstechnik oder Versorgungs- und Umwelttechnik.

Die Studiengänge setzen sich aus Modulen zusammen, die wesentlicher Gegenstand der Akkreditierung und damit Teil der Qualitätssicherung sind. Sie umfassen neben Lehrveranstaltungsmodulen (in der Regel Pflicht- und Wahlpflichtmodule) auch ein Praxisprojekt (im Betrieb oder an der Hochschule) und eine Bachelorarbeit.  

Studieninhalte

Pflichtmodule sind obligatorisch zu belegende Lehreinheiten. Innerhalb der Wahlpflichtmodule kann eine Auswahl aus mehreren Lehreinheiten getroffen werden.
Module sind beispielsweise 

  • Ingenieurmathematik
  • Angewandte Physik
  • Chemie
  • Technische Mechanik
  • Festigkeit und Maschinenelemente
  • Werkstoffkunde/Baustoffkunde
  • Thermodynamik
  • Grundlagen der Konstruktion
  • Ingenieurinformatik
  • Elektrotechnik
  • Elektrische Antriebe und Elektroplanung
  • Bautechnische Grundlagen
  • Technische Thermodynamik
  • Fluidmechanik
  • Wärme- und Stoffübertragung
  • Steuerungs- und Regelungstechnik
  • Messtechnik
  • Heizungstechnik 

Studiendauer

Für die Dauer des Bachelorstudiengangs wird je nach Bundesland eine Regelstudienzeit von sechs, sieben oder acht Semestern vorgegeben. Je Semester muss ein Leistungsumfang von 30 Credits erbracht werden. Dementsprechend beträgt der Gesamt-Leistungsumfang 180 bis 240 Credits. Darin ist die Bachelorarbeit eingeschlossen. 

Studienorte

Eine erste Übersicht über mögliche Studienorte bieten Ihnen unsere weiterführenden Informationen zu den Studiengängen Gas und Wasser.

In unsere Reihe "Bildungs | welten im Gas- und Wasserfach" berichten Lehrende und Studierende von ihren Studienorten und -gängen.

Abschluss

Abschluss

Das Studium ist erfolgreich absolviert, wenn die Zahl der erforderlichen Leistungspunkte (Credits) erbracht und die Bacherlorarbeit erfolgreich erstellt wurde. Dieser grundständige Studiengang führt zum ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss
Bachelor of Engineering (B.Eng.) oder Bachelor of Science (B.Sc.)
Der erfolgreiche Abschluss dieses Ingenieur-Studienganges rechtfertigt das Tragen der geschützten Berufsbezeichnung Ingenieur. Gemäß „Gesetz zum Schutze der Berufsbezeichnung Ingenieur und Ingenieurin“ der einzelnen Bundesländer sind damit die Mitgliedschaft in einer Ingenieurkammer sowie die Eintragung in das europäische Ingenieur-Register möglich. 

Weiterqualifizierung

Der Ingenieur für Versorgungstechnik kann sich weiterqualifizieren über ein Master-Studium zum Ingenieur für Netztechnik und Netzbetrieb oder zum  Ingenieur für Wasser- und Umwelttechnik.

Quelle: GMQ, DVGW, VDE.