Geprüfte/r Netzmonteur/in in den Handlungsfeldern Strom und/oder Gas, Wasser, Fernwärme

Fortbildungsberuf

Arbeiten im UmspannwerkVergrößern

Arbeiten im Umspannwerk

Die neuen Fortbildungsberufe in der Versorgungswirtschaft vermitteln eine Doppelqualifikation für im Beruf stehende Facharbeiter. Die zusätzlich erworbenen beruflichen Kenntnisse und Fertigkeiten dienen dem Einsatz in einem mehrspartigen Netzteam in der Strom- und/oder Gas-, Wasser-, Fernwärmeversorgung. 

Der Fortbildungsberuf „Geprüfter Netzmonteur“ ist an den Aufgaben einer modernen Netzführung ausgerichtet, die sich insbesondere aus den Aufbau- und Ablaufstrukturen in den Mehrspartenunternehmen herausgebildet haben.
Im Beruf stehende Facharbeiter können sich zusätzlich in den Handlungsfeldern Strom und/oder Gas, Wasser, Fernwärme qualifizieren und dann ihre Befähigung in der jeweiligen Versorgungssparte durch eine Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) nachweisen.  

Informationen zum Beruf

Ihr Ansprechpartner

Peter Büttner
Tel.: 0351 323250 52

Berufsbild

Aufgaben

Die Tätigkeitsfelder für Netzmonteure in einer Mehrspartenorganisation können in standardisierte und in spezielle Aufgaben unterteilt werden. In der ersten Gruppe führen Netzmonteure spartenintegrierte Standardaufgaben aus und gewährleisten so die allgemeine Netzverfügbarkeit, während sich Monteure in der anderen Gruppe auf Aufgaben konzentrieren, die spezielles Anlagenwissen erfordert. Auch wenn die Netzmonteure der ersten Gruppe bei dieser Aufgabenteilung nicht alle Montagetätigkeiten selber durchführen, müssen sie diese im Sinne der Netzverfügbarkeit bewerten können. 

Aufgabenfelder

Folgende in Zusammenhang stehende Aufgaben hat der Netzmonteur in seinem Tätigkeitsbereich selbstständig und verantwortungsbewusst wahrzunehmen:  

  • Verantwortliches Arbeiten in Netzen und Anlagen, im Bereich der Fernwärme-, Gas-, Strom- und Wasserversorgung
  • Arbeiten auf der Grundlage von Rechtsvorschriften, anerkannter Regeln der Technik sowie Vorschriften der Arbeitssicherheit des Umwelt- und des Gesundheitsschutzes
  • Bauen, Betreiben, Instandhalten sowie Mitwirken bei der Planung von Netzen und Anlagen
  • Störungen erkennen und beurteilen und geeignete Maßnahmen im Rahmen des Störungsmanagements einleiten
  • Mitwirken bei der Erstellung des Planwerks sowie Erstellen von Dokumentationen
  • Herstellen der Versorgungssicherheit sowie der -qualität unter Beachtung von kostenorientiertem Handeln
  • Kundenorientiertes Handeln sowie Informations- und Kommunikationstechniken anwenden 

 

 

 

Prüfung

Zulassung zur Prüfung

  • 2 Jahre Berufspraxis für Facharbeiter aus den Metall-, Elektro- oder Bauberufen
  • 3 Jahre Berufspraxis für Facharbeiter aus sonstigen anerkannten Ausbildungsberufen
  • 6 Jahre Berufspraxis für Mitarbeiter ohne Berufsabschluss 

Vorbereitung auf die Prüfung

Die Teilnehmer werden in Vollzeit- oder berufsbegleitenden Blocklehrgängen an bundesweit fünf Standorten auf die Prüfung zum Netzmonteur vorbereitet.

Prüfung

Die Prüfung besteht aus zwei Teilen:

  • Prüfung der fachrichtungsübergreifenden und fachrichtungsspezifischen Qualifikation:

    • Betriebswirtschaftliches, rechtsbewusstes und kundenorientiertes Handeln
    • Technologie und Funktionsanalyse im jeweiligen Handlungsfeld

  • Prüfung der fachpraktischen Qualifikation:

    • Arbeitsprobe mit Fachgespräch

Lehrgangstermine

Termine der DVGW-Vorbereitungslehrgänge

Bitte klicken Sie auf den DVGW-Vorbereitungslehrgang Geprüfter Netzmonteur - Handlungsfeld Gas und/oder Wasser, Fernwärme, Strom nach BBiG § 46 (1), um die aktuellen Lehrgangstermine zu erfahren.

Weiterqualifizierung

Die Netzmonteurinnen bzw. Netzmonteure können sich zum/zur Geprüfte/-n Netzmeister/-in qualifizieren und vor der IHK prüfen lassen. 

Impressionen

Mobiles Arbeiten im Auto; (c) Frank BehrendVergrößern

Mobiles Arbeiten im Auto; (c) Frank Behrend

Messungen an Stromzählerleitungen; (c) Frank BehrendVergrößern

Messungen an Stromzählerleitungen; (c) Frank Behrend

Planung an der Baugrube; (c) Frank BehrendVergrößern

Planung an der Baugrube; (c) Frank Behrend

Quelle: GMQ, DVGW, VDE.