Elektroniker/in für Betriebstechnik, Einsatzgebiet Energieverteilungsanlagen und -netze

Ausbildungsberuf

Notstromaggregat warten

Elektroniker/-innen für Betriebstechnik arbeiten in Energieversorgungsunternehmen und Netzgesellschaften, in Industrieunternehmen oder Elektroinstallationsbetrieben. Sie können überall dort arbeiten, wo Produktions- und Betriebsanlagen installiert sind und instand gehalten werden. 

Informationen zum Beruf

Ihre Ansprechpartnerin

Antje Strodtkötter
Tel.: 0351 323250 53

Berufsbild

Mögliche Einsatzgebiete sind Energieerzeugungsanlagen und deren Verteilungsnetze, Betriebsanlagen und produktions- bzw. verfahrenstechnische Einrichtungen. Elektroniker/-innen für Betriebstechnik installieren elektrische Bauteile und Anlagen fachgerecht, warten sie regelmäßig, erweitern bzw. modernisieren und reparieren sie im Falle einer Störung. Sie installieren Leitungsführungssysteme, Energie- und Informationsleitungen sowie die elektrische Ausrüstung von Maschinen mit den dazugehörigen Automatisierungssystemen. Sie programmieren, konfigurieren und prüfen Systeme und Sicherheitseinrichtungen. Schließlich übergeben sie die Anlagen und weisen die zukünftigen Anwender in die Bedienung ein. 

Elektroniker erledigen Aufgaben im Team unter Leitung eines Vorarbeiters oder Meisters. 

Ausbildungsplätze

Überwiegend absolvieren Auszubildende ihre Ausbildung in Energieversorgungsunternehmen, in Industriebetrieben mit energietechnischen Einrichtungen sowie in der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik.

Die Facharbeiterausbildung ist in den Unternehmen entweder als eigener Fachbereich organisiert oder erfolgt durch die Personalabteilung bzw. durch die technischen Abteilungen.

Auskünfte erteilen die Unternehmen direkt oder die zuständigen Industrie- und Handelskammern

Ausbildung

Ausbildungsaufbau

  • 3 ½ Jahre Ausbildung in einem öffentlichen oder privaten Unternehmen
  • Theoretische Ausbildung in der Berufsschule in Teilzeit- oder Blockunterricht
  • Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung am Ende des zweiten Ausbildungsjahres
  • Teil 2 der Abschlussprüfung am Ende der Ausbildung 

Ausbildungsinhalte in der Schule

In der Berufsschule werden folgende Lernfelder behandelt: 

  • Elektrotechnische Systeme analysieren, planen, ausführen und Funktionen prüfen
  • Energieversorgung und Sicherheit von elektrischen Betriebsmitteln gewährleisten
  • Geräte und Baugruppen in Anlagen analysieren und prüfen
  • Steuerungen für Anlagen programmieren und realisieren
  • Antriebssysteme auswählen und integrieren
  • Gebäudetechnische Anlagen ausführen und in Betrieb nehmen
  • Energietechnische Anlagen errichten und instand halten
  • Elektrotechnische Anlagen planen, realisieren, instand halten und ändern 

Ausbildungsinhalte im Betrieb

Die Ausbildung dauert 3 ½ Jahre. Für den Erwerb der Kern- und Fachqualifikation sind jeweils 21 Monate vorgesehen. 

Kernqualifikationen sind allgemeine Kenntnisse über das berufliche und betriebliche Umfeld; sie sind für alle Elektroberufe gleich. 

Die Fachqualifikationen beziehen sich auf besondere technische Fertigkeiten und Kenntnisse zur Bewältigung der Geschäftsprozesse.

Beide Qualifikationen werden ineinander verzahnt vermittelt: 

  • Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
  • Sicherheit und Gesundheitsschutz
  • Umweltschutz
  • Betriebliche und technische Kommunikation
  • Planen und Organisieren der Arbeit, Bewerten der Arbeitsergebnisse
  • Montieren und Anschließen elektrischer Betriebsmittel
  • Messen und Analysieren von elektrischen Funktionen und Systemen
  • Beurteilen der Sicherheit von elektrischen Anlagen / Betriebsmitteln
  • Installieren und Inbetriebnehmen von elektrischen Anlagen
  • Technische Auftragsanalyse, Lösungsentwicklung
  • Installieren und Konfigurieren von IT-Systemen 

Darüber hinaus im 3. und 4. Ausbildungsjahr:

  • Geschäftsprozesse und Qualitätsmanagement analysieren
  • Änderungen und Erweiterungen elektrischer Anlagen entwerfen
  • Anlagen und Komponenten installieren und in Betrieb nehmen
  • Absprachen über Termine und durchzuführende Arbeiten treffen
  • Anlagen warten und regelmäßige Prüfungen durchführen 

Weiterqualifizierung

Aufstiegsmöglichkeiten

Elektroniker/innen für Betriebstechnik können sich qualifizieren zum/zur Geprüfte/n Netzmeister/in oder zum/zur Industriemeister/in der Fachrichtung Elektrotechnik und vor der IHK die Prüfung ablegen. 

Impressionen

Bauteile im Schaltschrank anschließen

Sicherheitsprüfung durchführen

Fehlersuche durchführen

Hausanschluss-Sicherung setzen

Quelle: GMQ, DVGW, VDE.